+++ Pressemitteilung +++

1.600 Kilometer für die Ökumene. Am Samstag startete der Thüringer Extremsportler Guido Kunze im Erfurter Augustinerkloster zu einer ganz besonderen Reise. In 90 Stunden will er es auf seinem Rennrad bis nach Rom schaffen – zur Generalaudienz mit Papst Franziskus. Dabei nimmt er die gleiche Route, die Martin Luther einst zurückgelegt haben soll. In seinem Gepäck trägt Guido Kunze auch die Ansichten junger Christen über die Alpen. Das gemeinsame Credo von Protestanten und Katholiken: "Uns eint mehr, als uns trennt."

 Generalaudienz mit Papst Franziskus

Tausende Menschen waren an diesem Mittwoch wieder zur Generalaudienz auf dem Petersplatz kommen. Einer der wenigen, die dann ein Wort mit ihm wechseln können, hat vielleicht nicht die allerlängste Anreise. Wohl aber eine der extremsten. Hinter Guido Kunze liegen dann gut 1.600 Kilometer im Sattel seines Rennrades - zurückgelegt in weniger als vier Tagen. Die Überquerung der Alpen mit dem 2.310 Meter hohen Septimerpass in der Schweiz inklusive.

Dabei steht die sportliche Herausforderung hinter seinem eigentlichen Anliegen. Er folgt der Route, die Martin Luther (1483 bis 1546) vor über 500 Jahren auf dem Weg nach Rom genommen haben soll. Wann das genau war, lässt sich nicht mit absoluter Sicherheit sagen, erklärt Dr. Michael Ludscheidt vom Augustinerkloster. Klar ist, dass der spätere Reformator am 17. Juli 1505 durch die Klosterpforte ging, um Mönch zu werden. Dort blieb er einige Jahre. Doch für die Zeit um 1510 offenbaren sich selbst zum 500. Reformationsjubiläums in seiner Biografie große weiße Flecken. Inzwischen gehen viele Wissenschaftler davon aus, dass er 1511 - und damit ein Jahr später als die bisher vorherrschende Lehrmeinung - gen Süden aufgebrochen sein könnte, so Experte Ludscheidt.

Selbst der Grund seiner (Pilger-)Reise wird nicht mehr unbedingt in der Schlichtung eines internen Streits seines Augustinerordens durch den Papst gesehen. Dass er sich in Begleitung eines älteren Bruders überhaupt auf die beschwerliche Reise begab, weiß die Nachwelt aus einigen überlieferten Anspielungen in seinen Wittenberger Tischreden. So lobte er den Fleiß der Schweizer oder die Heilkunst eines Florentiner Spitals, das er krank während seiner Wanderung aufsuchen musste.

Dagegen macht Guido Kunze aus seiner Motivation keinen Hehl. Er trägt dreierlei in seinem sparsamen Gepäck: Eine Broschüre über die Jugendkirche in seiner Heimatstadt, dazu einige Blätter von jungen Protestanten und Katholiken zum Thema "Uns eint mehr, als uns trennt"

und für Franziskus ein Trikot. Mit ihm will er den Papst auf sein nächstes Projekt hinweisen - und es sich auch gleich segnen lassen.

Die Kakaobohnen Tour soll im März kommenden Jahres starten. Auf dem Weg durch Ecuador möchte Guido Kunze der Frage nachgehen, wer an der billigen Schokolade in den deutschen Supermärkten überhaupt etwas verdient. 10.000 Kilometer will er dann auf seiner Reise von den Kakaobauern in den Bergen bis hin zu den Händlern an der Küste auf dem Rad verbringen. 80.000 Höhenmeter sind dabei in fünf Wochen geplant, ehe es mit einem kleinen Segelboot zurück nach Europa geht. Dort schließt sich eine Radreise durch den Kontinent an, die ihn zu Produzenten und Forscher und schließ bis nach Hause zu seinen Partnern von der Erfurter Schokoladenmanufaktur "Goldhelm" führt.

Doch das ist noch Zukunftsmusik. Für Guido Kunze, der nach der Wende aus der Kirche austrat, werden die geplanten 90 Stunden auf dem Rad durchaus eine Pilgerreise. Durch die Bekanntschaft mit der Mühlhäuser Jugendkirche hat er inzwischen seine Entscheidung rückgängig gemacht.

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