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Jedes lange Projekt scheint den einen Abend zu brauchen, wo vieles in Frage steht. An Tag 5 von Guido Kunzes Tour ins Eggental und zum Reiterjoch war dieser Abend. Deshalb kommt auch der Tagesbericht erst am Folgetag. Es gab einiges und Kritisches zu besprechen und zu entscheiden.

Der zwei Tage zuvor im Ubaye-Tal aufgetretene leichte Durchfall hatte sich verschlimmert. Dass konstant Verzögerungen eintraten, weil unterwegs wilde und zivilisierte Toiletten aufzusuchen waren, war dabei das geringste Problem. Guido Kunzes Energiehaushalt ist bei weiter grundsätzlich gutem Gesamtzustand durcheinander geraten. Nicht nur hat er zu viel Flüssigkeit verloren. Außerdem klappte die Nährstoffaufnahme gestern nicht. Zufuhr verwandelte sich mitunter direkt in Abfuhr.

Identisch verhielt es sich mit dem schlechter gewordenen Wetter. Was eigentlich die Überfahrt von Col de l'Iseran und Col du Mont-Cenis hätte werden sollen, endete nach beinahe Sonne in les Saisies (1573 m) und am Cormet de Roselend (1967 m) in einem Wolkenbruch, der Umziehen erforderte. Wetterbericht und Blick in den Himmel ließen nichts Gutes erahnen, weder für die Tarentaise vor noch für die Maurienne hinter dem Iseran noch auch für das Val Susa hinter dem Mont- Cenis. Mit einem fröstelnden und vorübergehend geschwächten Guido Kunze wurde deshalb gemeinsam im Team eine radikale Entscheidung getroffen, die erhebliche Risiken hat, sich hoffentlich aber bewähren wird.

Ein guter halber Tag mit Iseran und Mont-Cenis wurde aus dem Programm gestrichen und statt dessen der Kleine Sankt Bernhard, der nur angefahren werden sollte, durchgefahren, direkt ins Aostatal, wo ein halber Ruhetag eingelegt wurde. Mit einem Hausmittel gegen Durchfall, das Nico Schmidt mit im Supermarkt erhältlichen Ingredientien zusammengebraut hatte, und einer aufgenötigten Mahlzeit wurde ein ziemlich appetitloser Guido Kunze zeitig ins Bett geschickt.

Der Wetterbericht versprach für den heutigen Samstag Dauerregen im Aostatal.

Sankt Bernhard, dessen Großer nach seinem Kleinen Pass heute als erster zu überfahren ist (knapp 2000 hm auf ca. 40 km Anstieg ab Aosta/Saint-Pierre), scheint aber die Gebete erhört zu haben. Um halb vier in der Frühe plünderte Guido Kunze den Wohnmobilkühlschrank... und blieb hernach im Bett. Um halb sieben nahm er planmäßig den Großen Sankt Bernhard in Angriff... unter wolkigem Himmel, aber bei trockener Straße. Wenn diese Zeilen online gehen, ist er über die Passhöhe und muss sich mit Nieselregen auf der Schweizer Seite auseinandersetzen, jedoch in Magen und Darm (vorläufig) gut beieinander, wenngleich noch nicht ganz wiederhergestellt.

Wie das alles weitergeht, muss sich zeigen. Für das Gesamtprojekt heißt die Veränderung, dass Guido Kunze zeitlich nach wie vor voll im Plan ist, denn zwar war ein Teil von Tag 3 auf Tag 4 verschoben worden, aber Tag 6 sollte, wie geschehen, mit der Überfahrt aus dem Aostatal ins Unterwallis beginnen. Zeitlich hat er also weiter einen Puffer von rd. 20 Std., für den Fall, dass seine Konstituion das Weitere langsamer macht. Dieser Puffer wird so oder so benötigt werden. Denn Guido Kunze fehlen am Plan nunmehr einige Tausend Höhenmeter. Diese sollen gegen Projektende in Form von „Zusatzpässen“ und/oder Doppelüberfahrungen nachgeholt werden. Erst zum Projektende hin zum einen, weil unmittelbar ausschließlich Pässe folgen, neben denen ein „Zusatzpass“ nicht ohne weiteres sinnvoll einzubauen ist und überdies erst einmal die lange Distanz durch Wallis und Graubünden in die Ostalpen zu überbrücken ist. Zum anderen weil im Moment nicht der Zeitpunkt ist, einen (hoffentlich) gerade eben wieder voll hergestellten Guido Kunze etwa mit der Pässe-Acht im Gotthard-Massiv, eventuell gar bei Regen, zu überlasten. Denn erst morgen, Sonntag nachmittag verspricht der Wetterbericht stabil sommerliches Wetter.

Die Risiken dieser Entscheidung sind bewusst. Aber Sankt Bernhard scheint erhört zu haben. Vielleicht tut das auch Sankt Gotthard und danach San Bernardino.

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