|
Ein bisschen war es schon ein Stachel im Fleisch, “unfinished business”, wie man in Australien sagen würde. Die Route ist nicht die längste, die ich mir bisher vorgenommen habe. Sie ist über weite Strecken auch topographisch nur durchschnittlich anspruchsvoll. Nur das Wetter – sengende Hitze in der Westaustralischen Wüste – und die psychische Belastung – Steppen- und Wüsteneinsamkeit auf buchstäblich Tausenden Kilometern – sind hochextreme Alleinstellungsmerkmale. Mit entsprechender Vorbereitung in Sachen Kondition und guter Organisation des Projekts gehört sie auf den ersten Blick also zu den „normalen” Herausforderungen im Extremausdauerbereich. Aber dennoch hatte ich mächtig Respekt, als es zum Start am 13.10. losging. 2007 war der Versuch, Australien zu durchqueren und vielleicht sogar schneller zu sein als alle anderen bisher, gescheitert, obwohl ich eigentlich „gut im Rennen” gelegen hatte. Gescheitert war er daran, dass sich nach gut 2 Tagen Wunstellen am Gesäß entzündeten. Dabei waren Zeit und Distanz, als der Anfang vom Ende kam, auch 2007 nichts gewesen, was mir hätte Angst machen können. Also kam der Respekt sicher auch daher, dass mir gar nicht so richtig klar war, warum ich so viel mehr Schwierigkeiten mit dem Hintern gehabt hatte als bei anderen Gelegenheiten. |
|
Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 17. August 2010 )
|
|
weiter …
|
|
|